Montag, 20. Mai 2013

zum Deutschen Mühlentag ein paar Bilder

Heute ist Deutscher Mühlentag.
Er findet jedes Jahr am Pfingstmontag statt.
Ins Leben gerufen wurde er als Thementag rund um das Müller- und Mühlenwesen

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bis im letzten Jahr gar nicht wusste,
dass ein solcher Tag existiert.

Achtung, mache Bilder lassen in ihrer Qualität zu wünschen übrig. Es war viel los und wegen dem Licht konnte ich auf dem Display oft nicht viel erkennen.

Wenige Kilometer von uns entfernt liegt 
die Marhördter Sägemühle.

Sie war eine Holzsägemühle, welche heute als Museum betrieben wird. 

Das Wohnhaus wurde nach dem Umzug der letzten Bewohnerin ins Altenheim wieder zurückversetzt.
Die Wohnräume bieten viele interessante Dinge und sind noch so lebendig.


Richtig idyllisch gelegen ist das kleine Häuschen.



Alles schaut aus, wie wenn nie jemand aufgehört hat 
dort zu leben und zu arbeiten.



Die Abgeschiedenheit und der eher niedrige damalige Verdienst machten eine Selbstversorgung zwingend notwendig. 
Tierhaltung und ein Gemüsegarten waren wichtig, ebenso die Vorratshaltung.
Die Vorratsräume und die Tiere waren im Untergeschoss des Hauses.


Gehen wir nun ins Dachgeschoss des Wohnhauses.
Dort war früher der Knecht untergebracht.
Ebenso findet man dort zusammengetragenes
von altem Spielzeug, über Kinderwagen, Körben, Waschbrettern bis hin zu einer Schulbank und Handwerksgeräten.
Na, wer kann die Seite aus einem Schulbuch lesen?




Kommen wir nun zur Wohnetage der Müllersfamilie.
Wohnbereich.


Schlafzimmer.
Die vielen Kindersachen und allgemein die Kleider war toll anzusehen.
Wusstet ihr, dass es "Kleidervorschriften" gab bzgl. wie die Unterwäsche auszusehen hat?
Ich auch nicht, bis die Führerin mir das erklärt hat.
Hat jemand den Lockenstab schon erkannt? ;)


Küche.
Mag jemand frische Waffeln?
Sogar ein altes Waffeleisen lag dort, ist also keine Erfindung der Neuzeit.


Sind diese Fenster nicht herrlich?
Und der Ausblick...
...traumhaft.


Dank der netten Dame vor Ort, 
die mir so einiges erklärt hat, 
weiß ich nun auch 
was es mit den Initialien auf der Kleidung etc. auf sich hat.
Wisst ihr es auch?


Nein?
Dann versuche ich mal zu erklären.
Also es ist nicht dafür gedacht, dass man seine Sachen wieder findet.
Es hat einen ernsteren Hintergrund.
Alles was mit den Buchstaben bestickt war, 
durfte nicht verpfändet oder enteignet werden.
Haus, Hof etc. konnte einer Familie weggenommen werden, 
sollten sie Zahlungsschwierigkeiten gehabt haben, 
aber die bestickten Sachen blieben auch dann beim Besitzer.
Es gab Stickbüchlein mit verschiedenen Mustern
und Schablonen zum vorherigen Aufmalen
damit Frau sich an die Näharbeiten machen konnte.
Interessant nicht?


Einen schönen restlichen
Pfingstmontag 
an alle die bis hier nicht
weggeklickt haben.


Kommentare:

  1. Liebe Jessica,

    das war ein guter Beitrag. Ich habe viel gelernt.

    Schöne Stunden wünscht dir
    Elisabeth

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    1. Danke,
      hat auch diesmal wirklich "Arbeit" gemacht,
      aber ich tue es ja gerne.
      Einen schönen Abend wünsche ich dir
      Liebe Grüße
      Jessica

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Ein paar nette Worte zaubern stets ein Lächeln ins Gesicht :)
Ich freue mich über eure Kommentare und lese sie alle, werde jedoch nicht immer oder zeitnah antworten.